Work and Social Adjustment Scale – Deutsche Version

Die Work and Social Adjustment Scale (WSAS) ist ein etabliertes, ressourcenschonendes Selbstbeurteilungsinstrument, das gezielt die alltagsbezogenen…

Work and Social Adjustment Scale – Deutsche Version
Fragen
5
Dauer
2 Min.
Originaltitel
Work And Social Adjustment Scale
Adaptation
Work and Social Adjustment Scale – Deutsche Version
Autoren
Mundt, J. C., Marks, I. M., Shear, M. K., & Greist, J. H.
Erstellt
2002

Die Work and Social Adjustment Scale (WSAS) ist ein etabliertes, ressourcenschonendes Selbstbeurteilungsinstrument, das gezielt die alltagsbezogenen Auswirkungen psychischer und physischer Belastungen erfasst. Während sich viele klinische Fragebögen vorrangig auf die reine Symptomschwere konzentrieren, richtet die WSAS den Fokus auf die funktionale Beeinträchtigung. Sie liefert damit eine entscheidende zusätzliche Perspektive auf den Leidensdruck, insbesondere wenn Patienten depressives Vermeidungsverhalten zeigen und sich zunehmend aus ihrem eigenen Leben zurückziehen.

Das Instrument lässt sich mühelos in die klinische Routine integrieren, sei es zur anfänglichen Basisdiagnostik oder zur fortlaufenden Verlaufsbeurteilung. Durch ihre Kürze und die klare Struktur eignet sich die WSAS hervorragend als Fundament, um aktuelle Tätigkeiten zu ordnen und therapeutisch zu priorisieren. Da funktionelle Verbesserungen therapeutischen Fortschritten auf der Symptomebene oft nachgelagert sind, bietet das regelmäßige Monitoring mit der WSAS wertvolle Hinweise darauf, ob die medikamentösen oder psychotherapeutischen Behandlungserfolge auch tatsächlich in Form von Lebensqualität im Alltag der Behandelten ankommen.

Beispielergebnis

Fiktives Ergebnis, aus einem Beispielsatz von Antworten berechnet.

Gesamtwert
10/ 40
Die Work and Social Adjustment Scale (WSAS) ist ein Selbstbeurteilungsfragebogen mit 5 Items, der das Ausmaß der von einer Person wahrgenommenen funktionellen Beeinträchtigung infolge eines spezifischen (häufig psychischen) Gesundheitsproblems erfasst. Er evaluiert die Auswirkungen auf Arbeit, Haushaltsführung, soziale Freizeitaktivitäten, private Freizeitaktivitäten und enge Beziehungen.
0–9
Subklinisch
10–20
Signifikante funktionelle Beeinträchtigung
10
21–40
Mittelschwere bis schwere Psychopathologie
Mittlerer Bereich nach Mundt et al. (2002): signifikante funktionelle Beeinträchtigung bei weniger schwerer klinischer Symptomatik.
cliniquegemischt · Erkrankung: Depression (Hauptdiagnose), psychiatrische ambulante Patienten · Teilstichprobe mit einer Hauptdiagnose · Norwegen · n = 249 · Lundqvist et al. (2024)
040
10
M = 24.26 ± 7.25
cliniquegemischt · Erkrankung: Angststörungen (Hauptdiagnose), psychiatrische ambulante Patienten · Teilstichprobe mit einer Hauptdiagnose · Norwegen · n = 130 · Lundqvist et al. (2024)
040
10
M = 20.89 ± 7.34
cliniquegemischt · Erkrankung: PTBS (Hauptdiagnose), psychiatrische ambulante Patienten · Teilstichprobe mit einer Hauptdiagnose · Norwegen · n = 107 · Lundqvist et al. (2024)
040
10
M = 22.02 ± 7.69
cliniquegemischt · Erkrankung: ADHS (Hauptdiagnose), psychiatrische ambulante Patienten · Teilstichprobe mit einer Hauptdiagnose · Norwegen · n = 221 · Lundqvist et al. (2024)
040
10
M = 19.23 ± 8.42
cliniquegemischt · Erkrankung: Bipolare Störung (Hauptdiagnose), psychiatrische ambulante Patienten · Teilstichprobe mit einer Hauptdiagnose · Norwegen · n = 51 · Lundqvist et al. (2024)
040
10
M = 22.51 ± 8.51
cliniquegemischt · Erkrankung: Persönlichkeitsstörungen (Hauptdiagnose), psychiatrische ambulante Patienten · Teilstichprobe mit einer Hauptdiagnose · Norwegen · n = 90 · Lundqvist et al. (2024)
040
10
M = 24.08 ± 7.9
cliniquegemischt · Erkrankung: psychiatrische ambulante Patienten (Regelversorgung) · zu 100 % krankgeschrieben · Norwegen · Lundqvist et al. (2024)
040
10
M = 23.14 ± 7.98
cliniquegemischt · Erkrankung: psychiatrische ambulante Patienten (Regelversorgung) · erwerbstätig · Norwegen · Lundqvist et al. (2024)
040
10
M = 20.47 ± 8.29
Auswertung
Summe, Gesamtscore von 0 bis 40, jedes Item wird auf einer 9-stufigen Skala (von 0 bis 8) bewertet.

Lassen Sie Ihre Patient:innen diesen Test ausfüllen

Mit einem Klick zuweisen: Ihre Patient:innen antworten am Telefon, Sie erhalten den Wert und seine Auswertung.

Diesen Test zuweisen

Was der Test misst

Die WSAS erfasst die subjektiv wahrgenommene Beeinträchtigung durch ein spezifisches gesundheitliches Problem in fünf zentralen Lebensbereichen:

  • Arbeitsfähigkeit: Einschränkungen bei der Erwerbstätigkeit, im Studium oder in der primären Rolle der Haushaltsführung.
  • Haushaltsführung: Schwierigkeiten bei alltäglichen Pflichten wie Putzen, Kochen oder der Pflege von Angehörigen.
  • Soziale Freizeitaktivitäten: Beeinträchtigungen bei gemeinsamen Unternehmungen und der aktiven Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.
  • Private Freizeitaktivitäten: Verlust der Fähigkeit, Hobbys oder allein durchgeführten Interessen nachzugehen.
  • Zwischenmenschliche Beziehungen: Herausforderungen beim Aufbau und der Pflege enger, tragfähiger Bindungen.

Dieser Fragebogen eignet sich hervorragend für Erwachsene über verschiedene Störungsbilder hinweg, um die alltagsnahe Handlungsfähigkeit verlässlich abzubilden.

Wann und warum einsetzen

Klinikerinnen und Kliniker setzen die WSAS ein, um über die reine Symptomreduktion hinaus ein klares Bild der Alltagsbewältigung zu erhalten:

Ein validierter Funktionsscore ergänzt den klinischen Eindruck um eine belastbare Maßzahl, was den Behandlungsprozess fokussiert und besonders dabei hilft, ein Ziel zu konkretisieren und es dauerhaft in Alltagsroutinen zu verankern.

Klinische Bibliothek

750+ klinische Werkzeuge

Eine Bibliothek, die mit und für Klinikerinnen und Kliniker entwickelt wurde, bereit für den Einsatz in der Sitzung und zur Fortführung zwischen den Terminen.

Auf alle Werkzeuge zugreifen
Mehrere Arten von Ressourcen
Psychoedukative Merkblätter
Auf einen Blick verstehen
Interaktive Übungen
Zum Durchführen und Ausfüllen
Interaktive Programme
Ein strukturierter Weg
Audios
Meditation und Entspannung
Psychometrische Tests
Automatische Auswertung

Die Fragen

  1. Dabei bedeutet '0' = Gar nicht beeinträchtigt und '8'= sehr stark beeinträchtigt bis zu dem Punkt, dass ich nicht arbeiten kann. Wenn Sie im Ruhestand sind oder sich aus Gründen, die nicht mit Ihrem Problem zusammenhängen, gegen eine Erwerbstätigkeit entschieden haben, beantworten Sie diese Frage bitte nicht.
    1. Durch mein Problem ist meine Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt.
    Dieser Aspekt beleuchtet, inwiefern das vorliegende Problem die berufliche Leistungsfähigkeit oder die primäre Haupttätigkeit einschränkt.
    • 0 - Gar nicht
    • 1
    • 2
    • 3
    • 4
    • 5
    • 6
    • 7
    • 8 - Sehr stark
  2. Persönliche Probleme können manchmal Ihre Fähigkeit beeinträchtigen, bestimmte Aufgaben des täglichen Lebens zu bewältigen. Um Ihre Schwierigkeiten einzuschätzen, lesen Sie bitte jeden Abschnitt durch und geben Sie auf der Skala an, inwieweit Ihr Problem Ihre Fähigkeit beeinträchtigt, die jeweilige Aktivität auszuführen.
    2. Durch mein Problem ist meine Haushaltsführung (Putzen, Aufräumen, Einkaufen, Kochen, Versorgung des Hauses oder der Kinder, Bezahlen von Rechnungen) beeinträchtigt.
    Hier wird erfasst, wie stark grundlegende Verpflichtungen der Lebensführung und der häuslichen Versorgung beeinträchtigt sind.
    • 0 - Gar nicht
    • 1
    • 2
    • 3
    • 4
    • 5
    • 6
    • 7
    • 8 - Sehr stark
  3. 3. Durch mein Problem sind meine sozialen Freizeitaktivitäten (mit anderen Menschen, z. B. Partys, Ausgehen, Clubs, Besuche, Verabredungen, Empfänge zu Hause) beeinträchtigt.
    Dieses Item misst den krankheitsbedingten Rückzug aus gesellschaftlichen Interaktionen und gemeinsamen Freizeitgestaltungen.
    • 0 - Gar nicht
    • 1
    • 2
    • 3
    • 4
    • 5
    • 6
    • 7
    • 8 - Sehr stark
  4. 4. Durch mein Problem sind meine privaten Freizeitaktivitäten (die ich allein ausübe, wie Lesen, Gartenarbeit, Sammeln, Nähen, Spazierengehen) beeinträchtigt.
    Diese Frage zielt auf die Fähigkeit ab, sich weiterhin individuellen Erholungs- und Interessengebieten zu widmen.
    • 0 - Gar nicht
    • 1
    • 2
    • 3
    • 4
    • 5
    • 6
    • 7
    • 8 - Sehr stark
  5. 5. Durch mein Problem ist meine Fähigkeit, enge Beziehungen zu anderen aufzubauen und aufrechtzuerhalten (einschließlich der Menschen, mit denen ich zusammenlebe), beeinträchtigt.
    Hier wird die wahrgenommene Belastung auf der Ebene intimer und vertrauter zwischenmenschlicher Bindungen erhoben.
    • 0 - Gar nicht
    • 1
    • 2
    • 3
    • 4
    • 5
    • 6
    • 7
    • 8 - Sehr stark
Mobile App für Patienten

Ihre Sitzung setzt sich in der Hosentasche Ihrer Patienten fort

Mit einer Patientin nutzen

Ihre Ressourcen, überall verfügbar

Die Merkblätter, Übungen, Programme und Audios oben: Sie entscheiden, welche Sie Ihren Patienten in der eigens für sie bestimmten mobilen App zur Verfügung stellen.

Psychoedukative MerkblätterInteraktive ÜbungenInteraktive ProgrammeAudiosPsychometrische Tests

Und weit mehr als eine Bibliothek

Die App geht weit über die Ressourcen hinaus, um Ihre Patienten im Alltag zu begleiten:

Standardisierte Tests
Therapietagebuch
Spielerische Elemente
Wohlbefinden-Challenges
Selbstreflexions-Fragen
Aufgaben der Therapeutin

Verwandte Kategorien

Entdecken Sie weitere klinische Ressourcen nach Kategorie.