Die Edinburgh-Postnatal-Depressions-Skala (EPDS) ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Screening-Instrument zur Erfassung von depressiven Symptomen…

Die Edinburgh-Postnatal-Depressions-Skala (EPDS) ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Screening-Instrument zur Erfassung von depressiven Symptomen während der Schwangerschaft und in der Postpartalzeit. Sie wurde speziell entwickelt, um somatische Beschwerden – wie Müdigkeit oder Appetitlosigkeit, die im Kontext von Schwangerschaft und Wochenbett natürlich auftreten können – auszublenden und sich auf affektive und kognitive Symptome zu fokussieren. Wenn Mütter stark ruminieren, kann das Instrument als Ausgangspunkt dienen, um begleitend ein Programm anzubieten, mit dem Patientinnen Grübeln verstehen und bewältigen lernen.
Für psychologische und medizinische Fachkräfte bietet die EPDS eine standardisierte, ressourcenschonende Möglichkeit, das emotionale Befinden von Eltern zu strukturieren. Durch ihren kurzen Umfang lässt sie sich nahtlos in Routineuntersuchungen oder als Eingangsmaßnahme in der psychotherapeutischen Sprechstunde integrieren. Dabei liefert die EPDS nicht nur einen reliablen Summenwert, sondern erleichtert auch den direkten Gesprächseinstieg über schambesetzte Gefühle. Die wiederholte Anwendung macht Behandlungsverläufe transparent und unterstützt Therapeuten dabei, Patientinnen anzuleiten, wie sie dysfunktionale Emotionen erkennen und durch gesunde ersetzen können.
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Die EPDS erfasst den aktuellen Schweregrad depressiver Symptomatik über einen Rückblickzeitraum der letzten sieben Tage. Der Fokus liegt dabei bewusst auf emotionalen und kognitiven Kernsymptomen, um eine Überschneidung mit normalen physiologischen Begleiterscheinungen des Wochenbetts zu vermeiden.
Zu den klinischen Facetten, die abgedeckt werden, gehören:
Das Instrument richtet sich primär an Frauen im ersten Jahr nach der Entbindung (postpartal) sowie an Schwangere (pränatal), kann aber in adaptierter Form auch für Väter herangezogen werden.
Die EPDS ist ein klassisches Screening- und Monitoring-Instrument. Sie wird eingesetzt, wenn ein erster Verdacht auf eine peripartale depressive Entwicklung besteht oder als systematische Routineüberprüfung in der geburtshilflichen und psychiatrischen Versorgung.
Ein validierter Summenwert objektiviert den klinischen Eindruck, schützt vor dem Übersehen internalisierter Symptome und bietet der Patientin eine greifbare Rückmeldung über ihre tatsächliche emotionale Belastung.
Eine Bibliothek, die mit und für Klinikerinnen und Kliniker entwickelt wurde, bereit für den Einsatz in der Sitzung und zur Fortführung zwischen den Terminen.
Auf alle Werkzeuge zugreifenDie Merkblätter, Übungen, Programme und Audios oben: Sie entscheiden, welche Sie Ihren Patienten in der eigens für sie bestimmten mobilen App zur Verfügung stellen.
Die App geht weit über die Ressourcen hinaus, um Ihre Patienten im Alltag zu begleiten:
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