Die DASS-21 ist die 21-Item-Kurzversion der etablierten Depressions-Angst-Stress-Skalen, entwickelt, um die emotionalen Kernaspekte von psychischer…
Fragen
21
Dauer
5 Min.
Originaltitel
DASS-21 — Depression Anxiety Stress Scales
Adaptation
DASS-21 (Depressions-Angst-Stress-Skalen)
Autoren
Lovibond, S.H. & Lovibond, P.F.
Erstellt
1995
Die DASS-21 ist die 21-Item-Kurzversion der etablierten Depressions-Angst-Stress-Skalen, entwickelt, um die emotionalen Kernaspekte von psychischer Belastung trennscharf zu erfassen. Durch den bewussten Verzicht auf rein somatische Beschwerden, die oft etwa bei Schmerzpatienten verzerrend wirken, ermöglicht das Instrument eine präzise dimensional orientierte Beurteilung. Die Skalen helfen dabei, das diffuse Leiden von Patientinnen und Patienten strukturiert in drei abgrenzbare Faktoren aufzuschlüsseln. Dies ist besonders wertvoll, bevor Sie in der Behandlung beispielsweise ein Psychoedukationsprogramm zu Grundlagen psychischer Gesundheit einführen.
In der klinischen Routine besticht die DASS-21 durch ihre hohe psychometrische Güte und breite Anwendbarkeit. Sie quantifiziert das Ausmaß der Belastung in der vergangenen Woche und liefert so ein dynamisches Bild der aktuellen Symptomlast. Der dimensional basierte Ansatz verdeutlicht, dass Depression, Angst und Stress keine kategorialen Extreme, sondern graduelle Zustände darstellen. Diese Nuancierung stärkt die Fallkonzeption und erleichtert es, spezifische therapeutische Maßnahmen bedarfsgerecht und objektivierbar zu planen.
Beispielergebnis
Fiktives Ergebnis, aus einem Beispielsatz von Antworten berechnet.
Ein 21-Item-Selbstbeurteilungsfragebogen zur Erfassung des Schweregrads von Depressions-, Angst- und Stresssymptomen während der vergangenen Woche. Wird bei Erwachsenen im klinischen und Forschungskontext für das Screening und das Monitoring emotionaler Belastung eingesetzt. Kurzversion des DASS-42 von Lovibond & Lovibond (1995), bestehend aus drei 7-Item-Subskalen: Depression (Dysphorie, Selbstabwertung, Anhedonie, Antriebslosigkeit), Angst (autonome Erregung, somatische Effekte, situative Angst) und Stress (persistierende Anspannung, Reizbarkeit, Schwierigkeiten bei der Entspannung).
Stress
22/ 42
Schließlich umfasst die Stressskala Items, die Symptome wie Anspannung, Reizbarkeit und eine Neigung zur Überreaktion auf belastende Ereignisse erfassen [...] Die DASS-S-Skala misst Merkmale sowohl von Angst als auch von Depression (z. B. Anspannung oder Reizbarkeit).
Items1, 6, 8, 11, 12, 14, 18
0–14
Normal
15–18
Leicht
19–25
Moderat
22
26–33
Schwer
34–42
Extrem schwer
Moderater Schweregradbereich (Perzentile 88 bis 95). Gilt für den verdoppelten DASS-21-Subskalenwert.
Angst
26/ 42
Die Angstskala [...] umfasst Items, die primär mit Symptomen körperlicher Erregung, Panikattacken und Furcht zusammenhängen (z. B. Zittern oder Schwächegefühl/Benommenheit). [...] Die DASS-A-Skala erfasst Merkmale, von denen angenommen wird, dass sie spezifisch für Angst sind (körperliche Übererregung).
Items2, 4, 7, 9, 15, 19, 20
0–7
Normal
8–9
Leicht
10–14
Moderat
15–19
Schwer
20–42
Extrem schwer
26
Extrem schwerer Bereich (Perzentil >98.1). Gilt für den verdoppelten DASS-21-Subskalenwert.
Depression
12/ 42
Die Depressionsskala umfasst Items, die Symptome erfassen, die typischerweise mit einer dysphorischen Stimmung einhergehen (z. B. Traurigkeit oder Wertlosigkeit). [...] Die DASS-D-Skala scheint Merkmale zu erfassen, die spezifisch für eine Depression sind (niedriger positiver Affekt).
Items3, 5, 10, 13, 16, 17, 21
0–9
Normal
10–13
Leicht
12
14–20
Moderat
21–27
Schwer
28–42
Extrem schwer
Leichter Schweregradbereich (Perzentile 79 bis 87). ‚Leicht‘ bedeutet, dass die Person über dem Populationsmittelwert liegt, aber wahrscheinlich noch unter dem typischen Schweregrad von Personen, die professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Gilt für den verdoppelten DASS-21-Subskalenwert.
Lassen Sie Ihre Patient:innen diesen Test ausfüllen
Mit einem Klick zuweisen: Ihre Patient:innen antworten am Telefon, Sie erhalten den Wert und seine Auswertung.
Die DASS-21 misst drei verwandte, aber faktoriell trennbare Dimensionen psychischen Leidens. Jede Subskala erfasst spezifische Ausprägungen negativer Emotionalität anhand von jeweils sieben Items.
Depression: Fokussiert auf Anhedonie, Dysphorie, Hoffnungslosigkeit und Selbstabwertung. Diese Metrik ist entscheidend, wenn Interventionen wie die Wochenbilanz der Verhaltensaktivierung indiziert werden sollen.
Angst: Bewertet autonome Erregungsprozesse, situative Furcht und das subjektive Erleben ängstlicher Affekte wie Panikgefühle.
Stress: Quantifiziert chronische, unspezifische Anspannung, Reizbarkeit, Übererregung und die Schwierigkeit, sich zu entspannen.
Das Instrument richtet sich primär an Erwachsene sowie Jugendliche in klinischen und nicht-klinischen Settings.
Wann und warum einsetzen
Kliniker setzen die DASS-21 gezielt ein, um ein klares Profil der emotionalen Symptombelastung zu erstellen und den Therapieverlauf zu steuern. Das Instrument unterstützt die klinische Entscheidungsfindung in verschiedenen Phasen der Behandlung.
Basisdiagnostik beim Erstgespräch: Schafft ein differenziertes Ausgangsprofil, um Schwerpunkte zu setzen, etwa ob bei dominanter Angst eine regelmäßige Angst-Bestandsaufnahme sinnvoll ist.
Verlaufsmonitoring: Erlaubt die wiederholte, kurzfristige Messung bezogen auf die letzten sieben Tage, um die Wirksamkeit laufender Interventionen zu überprüfen.
Differentialindikation: Hilft, chronische Anspannung von klassischer Ängstlichkeit abzugrenzen, was die Zuweisung zu Ressourcen wie einem Entspannungstraining erleichtert.
Krisenscreening: Identifiziert rasch akute Verschlechterungen, bei denen stabilisierende Maßnahmen wie eine kurze Verankerungsmeditation indiziert sein könnten.
Ein standardisierter Summenwert ergänzt den rein verbalen klinischen Eindruck um eine reliable, verlaufssensible Metrik.
Klinische Bibliothek
750+ klinische Werkzeuge
Eine Bibliothek, die mit und für Klinikerinnen und Kliniker entwickelt wurde, bereit für den Einsatz in der Sitzung und zur Fortführung zwischen den Terminen.
Bitte lesen Sie jede Aussage und geben Sie an, wie sehr die Aussage während der letzten Woche auf Sie zutraf. Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten. Versuchen Sie, sich spontan für eine Antwort zu entscheiden.
1. Es fiel mir schwer, abzuschalten.
Evaluiert die Schwierigkeit, nach Anspannungsphasen innerlich zur Ruhe zu kommen.
Traf überhaupt nicht auf mich zu
Traf teilweise oder zeitweise auf mich zu
Traf beträchtlich oder einen guten Teil der Zeit auf mich zu
Traf vollkommen oder die überwiegende Zeit auf mich zu
2. Ich bemerkte, dass mein Mund trocken war.
Erfasst Mundtrockenheit als ein klassisches Symptom autonomer sympathischer Erregung.
Traf überhaupt nicht auf mich zu
Traf teilweise oder zeitweise auf mich zu
Traf beträchtlich oder einen guten Teil der Zeit auf mich zu
Traf vollkommen oder die überwiegende Zeit auf mich zu
3. Ich hatte das Gefühl, keine positiven Empfindungen mehr haben zu können.
Prüft das Vorhandensein von Anhedonie und den kompletten Verlust positiver Affekte.
Traf überhaupt nicht auf mich zu
Traf teilweise oder zeitweise auf mich zu
Traf beträchtlich oder einen guten Teil der Zeit auf mich zu
Traf vollkommen oder die überwiegende Zeit auf mich zu
4. Ich hatte Atembeschwerden (z. B. übermäßig schnelles Atmen, Atemnot ohne körperliche Anstrengung).
Zielt auf respiratorische Angstsymptome wie Atemnot in Abwesenheit physischer Anstrengung.
Traf überhaupt nicht auf mich zu
Traf teilweise oder zeitweise auf mich zu
Traf beträchtlich oder einen guten Teil der Zeit auf mich zu
Traf vollkommen oder die überwiegende Zeit auf mich zu
5. Ich hatte Schwierigkeiten, mit neuen Aktivitäten zu beginnen.
Beleuchtet den Verlust an Antrieb und die Schwierigkeit, Tätigkeiten zu beginnen.
Traf überhaupt nicht auf mich zu
Traf teilweise oder zeitweise auf mich zu
Traf beträchtlich oder einen guten Teil der Zeit auf mich zu
Traf vollkommen oder die überwiegende Zeit auf mich zu
6. Ich neigte dazu, überzureagieren.
Erfasst eine verminderte Frustrationstoleranz und die Neigung, unverhältnismäßig zu reagieren.
Traf überhaupt nicht auf mich zu
Traf teilweise oder zeitweise auf mich zu
Traf beträchtlich oder einen guten Teil der Zeit auf mich zu
Traf vollkommen oder die überwiegende Zeit auf mich zu
7. Ich zitterte (z. B. an den Händen).
Misst motorische Zeichen von Angst wie das unwillkürliche Zittern der Hände.
Traf überhaupt nicht auf mich zu
Traf teilweise oder zeitweise auf mich zu
Traf beträchtlich oder einen guten Teil der Zeit auf mich zu
Traf vollkommen oder die überwiegende Zeit auf mich zu
8. Ich hatte das Gefühl, viel nervliche Energie zu verbrauchen.
Evaluiert das Gefühl, kontinuierlich unter Strom zu stehen und Energie zu verbrauchen.
Traf überhaupt nicht auf mich zu
Traf teilweise oder zeitweise auf mich zu
Traf beträchtlich oder einen guten Teil der Zeit auf mich zu
Traf vollkommen oder die überwiegende Zeit auf mich zu
9. Ich machte mir Sorgen über Situationen, in denen ich in Panik geraten und mich lächerlich machen könnte.
Prüft die kognitive Furcht vor Kontrollverlust und Peinlichkeit in panikauslösenden Situationen.
Traf überhaupt nicht auf mich zu
Traf teilweise oder zeitweise auf mich zu
Traf beträchtlich oder einen guten Teil der Zeit auf mich zu
Traf vollkommen oder die überwiegende Zeit auf mich zu
10. Ich hatte das Gefühl, dass ich mich auf nichts mehr freuen konnte.
Zielt auf die Zukunftsperspektive und das Fehlen jeglicher Vorfreude.
Traf überhaupt nicht auf mich zu
Traf teilweise oder zeitweise auf mich zu
Traf beträchtlich oder einen guten Teil der Zeit auf mich zu
Traf vollkommen oder die überwiegende Zeit auf mich zu
11. Ich bemerkte, dass ich unruhig wurde.
Beleuchtet eine gesteigerte Erregbarkeit und das schnelle Eintreten von Nervosität.
Traf überhaupt nicht auf mich zu
Traf teilweise oder zeitweise auf mich zu
Traf beträchtlich oder einen guten Teil der Zeit auf mich zu
Traf vollkommen oder die überwiegende Zeit auf mich zu
12. Es fiel mir schwer, mich zu entspannen.
Erfasst die allgemeine Unfähigkeit zur muskulären und psychischen Entspannung.
Traf überhaupt nicht auf mich zu
Traf teilweise oder zeitweise auf mich zu
Traf beträchtlich oder einen guten Teil der Zeit auf mich zu
Traf vollkommen oder die überwiegende Zeit auf mich zu
13. Ich fühlte mich niedergeschlagen und traurig.
Fragt direkt nach manifester Dysphorie und tiefer Traurigkeit.
Traf überhaupt nicht auf mich zu
Traf teilweise oder zeitweise auf mich zu
Traf beträchtlich oder einen guten Teil der Zeit auf mich zu
Traf vollkommen oder die überwiegende Zeit auf mich zu
14. Ich reagierte ungehalten auf alles, was mich daran hinderte, das zu tun, was ich gerade tat.
Misst die Reizbarkeit bei Unterbrechungen zielgerichteter Handlungen.
Traf überhaupt nicht auf mich zu
Traf teilweise oder zeitweise auf mich zu
Traf beträchtlich oder einen guten Teil der Zeit auf mich zu
Traf vollkommen oder die überwiegende Zeit auf mich zu
15. Ich hatte das Gefühl, kurz vor einer Panikattacke zu stehen.
Evaluiert das akute Erleben drohender Panikzustände.
Traf überhaupt nicht auf mich zu
Traf teilweise oder zeitweise auf mich zu
Traf beträchtlich oder einen guten Teil der Zeit auf mich zu
Traf vollkommen oder die überwiegende Zeit auf mich zu
16. Ich konnte mich für nichts mehr begeistern.
Zielt auf emotionale Abstumpfung und den Mangel an Enthusiasmus.
Traf überhaupt nicht auf mich zu
Traf teilweise oder zeitweise auf mich zu
Traf beträchtlich oder einen guten Teil der Zeit auf mich zu
Traf vollkommen oder die überwiegende Zeit auf mich zu
17. Ich hatte das Gefühl, als Mensch nicht viel wert zu sein.
Erfasst tiefliegende Selbstabwertung und Gefühle der persönlichen Wertlosigkeit.
Traf überhaupt nicht auf mich zu
Traf teilweise oder zeitweise auf mich zu
Traf beträchtlich oder einen guten Teil der Zeit auf mich zu
Traf vollkommen oder die überwiegende Zeit auf mich zu
18. Ich hatte den Eindruck, ziemlich reizbar zu sein.
Prüft eine gesteigerte interpersonelle Empfindlichkeit und Dünnhäutigkeit.
Traf überhaupt nicht auf mich zu
Traf teilweise oder zeitweise auf mich zu
Traf beträchtlich oder einen guten Teil der Zeit auf mich zu
Traf vollkommen oder die überwiegende Zeit auf mich zu
19. Ich nahm mein Herzklopfen ohne körperliche Anstrengung wahr (das Gefühl eines beschleunigten Herzschlags oder als ob mein Herz einen Schlag aussetzt).
Misst kardiovaskuläre Symptome der Angst wie Herzrasen in Ruhephasen.
Traf überhaupt nicht auf mich zu
Traf teilweise oder zeitweise auf mich zu
Traf beträchtlich oder einen guten Teil der Zeit auf mich zu
Traf vollkommen oder die überwiegende Zeit auf mich zu
Die Merkblätter, Übungen, Programme und Audios oben: Sie entscheiden, welche Sie Ihren Patienten in der eigens für sie bestimmten mobilen App zur Verfügung stellen.