Die Child PTSD Symptom Scale (CPSS) ist ein validiertes klinisches Instrument zur Erfassung von Symptomen der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) bei…
Die Child PTSD Symptom Scale (CPSS) ist ein validiertes klinisches Instrument zur Erfassung von Symptomen der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) bei Kindern und Jugendlichen. Sie bildet die subjektive Symptomlast nach traumatischen Ereignissen zuverlässig ab und orientiert sich dabei eng an den PTBS-Diagnosekriterien des DSM-IV.
Für Fachkräfte in der psychotherapeutischen und kinderpsychiatrischen Praxis bietet die CPSS einen strukturierten, altersgerechten Zugang zur Erlebniswelt der Betroffenen. Da kindliche Traumaantworten oft mit starken Ängsten einhergehen, ist es essenziell, diese Angst bei Kindern und Jugendlichen frühzeitig und präzise einzuordnen. Eine strukturierte Erfassung hilft Klinikern maßgeblich dabei, gemeinsam mit dem Patienten den Genesungsweg zu gestalten. Neben den 17 Kernsymptomen misst der Fragebogen auch systematisch die funktionelle Beeinträchtigung im Alltag.
Das Instrument eignet sich hervorragend für die erste Diagnostik sowie als regelmäßige Standortbestimmung in der Therapie, um therapeutische Fortschritte sichtbar zu machen. Die Auswertung bietet zudem eine solide Basis, um Interventionen zur Affektregulation zielgerichtet zu planen. So kann die Fachkraft evidenzbasiert ansetzen, um die psychische Resilienz aufzubauen.
Beispielergebnis
Fiktives Ergebnis, aus einem Beispielsatz von Antworten berechnet.
Gesamtwert
24/ 51
Selbstbeurteilungsfragebogen für Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 18 Jahren, die ein traumatisches Ereignis erlebt haben. Er erfasst das Vorhandensein und die Häufigkeit der 17 Symptome der posttraumatischen Belastungsstörung gemäß DSM-IV (Wiedererleben, Vermeidung, Übererregung) sowie die funktionelle Beeinträchtigung des Alltagslebens durch die Symptome (Schule, Familie, Freunde, Freizeit, allgemeine Stimmung).
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ⓘZur Information
Cut-off≥ 11Wahrscheinliche PTBS
Ursprünglicher Screening-Schwellenwert, ermittelt auf der Grundlage der Werteverteilung von Kindern mit hoher vs. niedriger Symptomatik.
Summenwert pro Subskala und Gesamtsymptomwert (0-51); Wert der funktionellen Beeinträchtigung (0-7), Gesamtwert von 0 bis 51, Bewertung der Antwortoptionen variiert je nach Item (siehe jeweilige Frage).
Die CPSS misst die Schwere posttraumatischer Stresssymptome sowie deren direkte Auswirkungen auf den Alltag. Der Fragebogen deckt alle relevanten DSM-IV-Symptomcluster ab und erfasst ergänzend das funktionelle Retardement.
Wiedererleben (Intrusionen): Unwillkürliche Erinnerungen, Alpträume und die starke emotionale Reaktivität auf traumatische Auslöser.
Vermeidung und Abstumpfung: Der Versuch, trauma-assoziierte Gedanken und Gefühle abzublocken, was in der Praxis oft erfordert, die Vermeidung Schritt für Schritt aufzulösen.
Übererregung (Hyperarousal): Vegetative Stresssymptome wie Schlaflosigkeit, Hypervigilanz und ausgeprägte Schreckhaftigkeit.
Funktionelle Beeinträchtigung: Die konkreten Einbußen in essenziellen Lebensbereichen, von familiären Bindungen bis hin zu schulischen Leistungen.
Dieses Instrument ist spezifisch für traumatisierte Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 18 Jahren konzipiert.
Wann und warum einsetzen
Der Einsatz der CPSS ist in der kinder- und jugendpsychiatrischen sowie psychotherapeutischen Praxis vielfältig indiziert. Sie unterstützt Fachkräfte bei der präzisen Einordnung der Symptomatik und der Behandlungsplanung.
Ausgangsmessung beim Erstgespräch: Um ein detailliertes Profil der aktuellen Symptomatik zu erstellen und so die Ursprünge der Angst zu benennen.
Screening und Indikationsstellung: Um den Verdacht auf eine PTBS gemäß den klinischen Kriterien zu erhärten.
Verlaufskontrolle und Monitoring: Um den Behandlungsfortschritt zu dokumentieren, gerade bei körperbasierten Interventionen, wenn Worte allein nicht ausreichen.
Differenzialdiagnostische Abgrenzung: Um die Traumafolgen von anderen psychischen Störungen wie einer Depression bei Kindern und Jugendlichen valide abzugrenzen.
Ein validierter Score bietet gegenüber dem rein subjektiven klinischen Eindruck den entscheidenden Vorteil, dass er das genaue Ausmaß der psychischen Belastung und der funktionellen Alltagseinschränkung transparent und standardisiert messbar macht.
Klinische Bibliothek
750+ klinische Werkzeuge
Eine Bibliothek, die mit und für Klinikerinnen und Kliniker entwickelt wurde, bereit für den Einsatz in der Sitzung und zur Fortführung zwischen den Terminen.
Hier ist eine Liste von Problemen, die Kinder und Jugendliche manchmal haben, nachdem sie ein schreckliches oder sehr belastendes Ereignis erlebt haben. Lies jeden Satz sorgfältig durch und wähle die Antwort, die am besten beschreibt, wie oft dieses Problem dich IN DEN LETZTEN ZWEI WOCHEN gestört hat. Kreuze anschließend im zweiten Teil mit JA oder NEIN an, ob die oben genannten Probleme die verschiedenen Bereiche deines Lebens beeinträchtigt haben.
1. Verstörende Gedanken oder Bilder über das Ereignis haben, die dir ungewollt in den Kopf kommen.
Dieses Item erfasst das Vorhandensein unwillkürlicher, belastender Intrusionen und unerwünschter Erinnerungsbilder an das Trauma.
Überhaupt nicht
Einmal pro Woche oder seltener / ab und zu
2- bis 4-mal pro Woche / die halbe Zeit
5-mal oder öfter pro Woche / fast immer
2. Schlechte Träume oder Albträume haben.
Hier wird abgefragt, ob schlafbezogene intrusive Symptome wie trauma-assoziierte Albträume auftreten.
Überhaupt nicht
Einmal pro Woche oder seltener / ab und zu
2- bis 4-mal pro Woche / die halbe Zeit
5-mal oder öfter pro Woche / fast immer
3. So handeln oder das Gefühl haben, als würde das Ereignis erneut geschehen.
Diese Frage zielt auf das Auftreten dissoziativer Reaktionen oder Flashbacks ab, bei denen das Kind die Situation als gegenwärtig erlebt.
Überhaupt nicht
Einmal pro Woche oder seltener / ab und zu
2- bis 4-mal pro Woche / die halbe Zeit
5-mal oder öfter pro Woche / fast immer
4. Dich aufgewühlt fühlen, wenn du an das Ereignis denkst oder davon hörst.
Die emotionale Reaktivität bei der Konfrontation mit inneren oder äußeren Erinnerungshilfen wird hier evaluiert.
Überhaupt nicht
Einmal pro Woche oder seltener / ab und zu
2- bis 4-mal pro Woche / die halbe Zeit
5-mal oder öfter pro Woche / fast immer
5. Körperliche Reaktionen haben (z. B. schwitzen, Herzrasen), wenn dich etwas an das Ereignis erinnert.
Dieser Punkt untersucht die somatische und neurovegetative Stressantwort auf Trauma-Trigger.
Überhaupt nicht
Einmal pro Woche oder seltener / ab und zu
2- bis 4-mal pro Woche / die halbe Zeit
5-mal oder öfter pro Woche / fast immer
6. Versuchen, nicht an das Ereignis zu denken, nicht darüber zu sprechen oder keine Gefühle dazu zu haben.
Hierbei wird die kognitive und emotionale Vermeidung von traumabezogenen Reizen thematisiert.
Überhaupt nicht
Einmal pro Woche oder seltener / ab und zu
2- bis 4-mal pro Woche / die halbe Zeit
5-mal oder öfter pro Woche / fast immer
7. Versuchen, Aktivitäten, Personen oder Orte zu meiden, die dich an das Ereignis erinnern.
Dieses Item erfasst die behaviorale Vermeidungsstrategie gegenüber Orten oder Personen, die als Auslöser wirken könnten.
Überhaupt nicht
Einmal pro Woche oder seltener / ab und zu
2- bis 4-mal pro Woche / die halbe Zeit
5-mal oder öfter pro Woche / fast immer
8. Dich nicht an einen wichtigen Teil des Ereignisses erinnern können.
Die Frage prüft das Vorliegen einer dissoziativen Amnesie hinsichtlich zentraler Aspekte des traumatischen Geschehens.
Überhaupt nicht
Einmal pro Woche oder seltener / ab und zu
2- bis 4-mal pro Woche / die halbe Zeit
5-mal oder öfter pro Woche / fast immer
9. Viel weniger Interesse haben oder Dinge, die du früher gerne gemacht hast, fast gar nicht mehr tun.
Der Verlust an Lebensfreude und das verminderte Interesse an früher positiv besetzten Aktivitäten (Anhedonie) stehen hier im Fokus.
Überhaupt nicht
Einmal pro Woche oder seltener / ab und zu
2- bis 4-mal pro Woche / die halbe Zeit
5-mal oder öfter pro Woche / fast immer
10. Dich von den Menschen um dich herum entfernt oder abgeschnitten fühlen.
Es wird das Gefühl der sozialen Entfremdung und der Isolation gegenüber Bezugspersonen gemessen.
Überhaupt nicht
Einmal pro Woche oder seltener / ab und zu
2- bis 4-mal pro Woche / die halbe Zeit
5-mal oder öfter pro Woche / fast immer
11. Schwierigkeiten haben, deine Gefühle zu spüren (z. B. nicht weinen oder keine Liebesgefühle empfinden können).
Diese Frage beleuchtet das Phänomen der affektiven Taubheit (Numbing) und die eingeschränkte Fähigkeit, positive Gefühle zu empfinden.
Überhaupt nicht
Einmal pro Woche oder seltener / ab und zu
2- bis 4-mal pro Woche / die halbe Zeit
5-mal oder öfter pro Woche / fast immer
12. Das Gefühl haben, dass deine Zukunftspläne oder -träume nicht wahr werden (z. B. dass du keine Arbeit haben, nicht heiraten oder keine Kinder bekommen wirst).
Das Item bewertet das Vorhandensein einer eingeschränkten Zukunftsperspektive als typisches kognitives Vermeidungssymptom.
Überhaupt nicht
Einmal pro Woche oder seltener / ab und zu
2- bis 4-mal pro Woche / die halbe Zeit
5-mal oder öfter pro Woche / fast immer
13. Schwierigkeiten haben, einzuschlafen oder durchzuschlafen.
Das Vorliegen einer dysregulierten Schlafarchitektur durch Ein- oder Durchschlafprobleme wird hier erfasst.
Überhaupt nicht
Einmal pro Woche oder seltener / ab und zu
2- bis 4-mal pro Woche / die halbe Zeit
5-mal oder öfter pro Woche / fast immer
14. Gereizt sein oder Wutausbrüche haben.
Dieser Punkt zielt auf Reizbarkeit, Aggressivität und mangelnde emotionale Impulskontrolle als Zeichen eines erhöhten Arousals.
Überhaupt nicht
Einmal pro Woche oder seltener / ab und zu
2- bis 4-mal pro Woche / die halbe Zeit
5-mal oder öfter pro Woche / fast immer
15. Schwierigkeiten haben, dich zu konzentrieren (z. B. den Faden bei einer Fernsehsendung verlieren, vergessen, was du gerade gelesen hast, in der Schule nicht aufmerksam sein).
Hierbei werden kognitive Beeinträchtigungen wie Aufmerksamkeitsdefizite und mangelnder Fokus im Alltag evaluiert.
Überhaupt nicht
Einmal pro Woche oder seltener / ab und zu
2- bis 4-mal pro Woche / die halbe Zeit
5-mal oder öfter pro Woche / fast immer
16. Auf der Hut oder wachsam sein (überprüfen, was um dich herum passiert, auch wenn es nicht nötig ist).
Es wird geprüft, inwiefern eine andauernde Hypervigilanz und ein ständiges Scannen der Umgebung nach potenziellen Gefahren vorliegen.
Überhaupt nicht
Einmal pro Woche oder seltener / ab und zu
2- bis 4-mal pro Woche / die halbe Zeit
5-mal oder öfter pro Woche / fast immer
17. Leicht zusammenzucken (z. B. wenn jemand hinter dir geht).
Die Ausprägung einer exzessiven physiologischen Schreckreaktion bei unerwarteten, harmlosen Reizen steht im Mittelpunkt.
Überhaupt nicht
Einmal pro Woche oder seltener / ab und zu
2- bis 4-mal pro Woche / die halbe Zeit
5-mal oder öfter pro Woche / fast immer
18. Haben die oben angekreuzten Probleme das Beten beeinträchtigt?
Dieses Item untersucht die funktionelle Beeinträchtigung im Bereich der Spiritualität und der inneren Einkehr.
Nein
Ja
19. Haben die oben angekreuzten Probleme die Erledigung von Hausarbeiten oder deine Pflichten zu Hause beeinträchtigt?
Die Auswirkungen der Symptomatik auf alltägliche familiäre Pflichten und die häusliche Alltagsbewältigung werden bewertet.
Nein
Ja
20. Haben die oben angekreuzten Probleme deine Beziehungen zu deinen Freunden beeinträchtigt?
Es wird das Ausmaß der psychosozialen Einschränkungen in der Interaktion mit Gleichaltrigen und dem Freundeskreis erfasst.
Nein
Ja
21. Haben die oben angekreuzten Probleme deine Hobbys oder deinen Spaß beeinträchtigt?
Dieses Item ermittelt, inwieweit Freizeitaktivitäten und spielerische Betätigungen durch die Traumafolgen gehemmt sind.
Nein
Ja
22. Haben die oben angekreuzten Probleme deine Schularbeiten beeinträchtigt?
Der negative Einfluss der Belastungssymptomatik auf die akademische Leistungsfähigkeit und den Schulalltag wird dokumentiert.
Nein
Ja
23. Haben die oben angekreuzten Probleme deine Beziehungen zu deiner Familie beeinträchtigt?
Hier steht die Belastung und Störung des familiären Beziehungsgefüges im Vordergrund.
Nein
Ja
24. Haben die oben angekreuzten Probleme dein allgemeines Glücksempfinden beeinträchtigt?
Die allgemeine Reduktion der Lebensqualität und des subjektiven Wohlbefindens wird abschließend evaluiert.
Nein
Ja
Mobile App für Patienten
Ihre Sitzung setzt sich in der Hosentasche Ihrer Patienten fort
Die Merkblätter, Übungen, Programme und Audios oben: Sie entscheiden, welche Sie Ihren Patienten in der eigens für sie bestimmten mobilen App zur Verfügung stellen.