Der Angstsensitivitätsindex-3 (ASI-3) ist das etablierte Standardverfahren zur mehrdimensionalen Erfassung der Angstsensitivität – der Neigung, eigene…
Fragen
18
Dauer
5 Min.
Originaltitel
ASI-3 — Anxiety Sensitivity Index
Adaptation
Angstsensitivitätsindex-3
Autoren
Taylor, S., Zvolensky, M. J., Cox, B. J., Deacon, B., Heimberg, R. G., Ledley, D. R., Abramowitz, J. S., Holaway, R. M., Sandin, B., Stewart, S. H., Coles, M., Eng, W., Daly, E. S., Arrindell, W. A., Bouvard, M., & Cardenas, S. J.
Erstellt
2007
Der Angstsensitivitätsindex-3 (ASI-3) ist das etablierte Standardverfahren zur mehrdimensionalen Erfassung der Angstsensitivität – der Neigung, eigene autonome Erregungssymptome als Vorboten katastrophaler physischer, psychischer oder sozialer Folgen fehlzuinterpretieren. Dieses Konstrukt gilt als zentraler Vulnerabilitäts- und Aufrechterhaltungsfaktor, insbesondere bei der Panikstörung, der Agoraphobie und der sozialen Phobie.
Mit 18 Items ermöglicht der ASI-3 eine ökonomische und zugleich differenzierte psychometrische Evaluation. Er löst frühere Versionen ab und zeichnet sich durch eine robuste Faktorenstruktur aus, die präzise zwischen somatischen, kognitiven und sozialen Bedenken trennt. Durch seine hohe Reliabilität eignet sich das Instrument hervorragend als Ausgangspunkt für eine gezielte Angstbearbeitung in der Therapie: strukturierte Reflexionsübung.
Er liefert Behandlern konkrete Anhaltspunkte, um in der Therapie schrittweise Automatische Verhaltensweisen psychoedukativ bearbeiten zu können, die durch die Furcht vor Körpersensationen aufrechterhalten werden und den Patienten massiv einschränken.
Beispielergebnis
Fiktives Ergebnis, aus einem Beispielsatz von Antworten berechnet.
Gesamtwert
33/ 72
Der ASI-3 ist ein 18-Item-Selbstbeurteilungsfragebogen zur Erfassung der Angstsensitivität, definiert als die Angst vor angstbezogenen Empfindungen basierend auf der Annahme, dass diese schädliche Konsequenzen haben. Drei Subskalen mit jeweils 6 Items erfassen körperliche, kognitive beziehungsweise soziale Bedenken. Das Instrument wird als Maß für einen transdiagnostischen Vulnerabilitätsfaktor für Angststörungen (insbesondere Panikstörung) sowie zur Verlaufskontrolle zielgerichteter Interventionen eingesetzt.
généralegemischt · Allgemeinbevölkerungsstichprobe · Italien · n = 629 · 2014 · Petrocchi et al. (2014)
072
33
M = 12.19 ± 9.22
généraleweiblich · Allgemeinbevölkerungsstichprobe · Italien · n = 359 · 2014 · Petrocchi et al. (2014)
072
33
M = 12.93 ± 9.55
généralemännlich · Allgemeinbevölkerungsstichprobe · Italien · n = 270 · 2014 · Petrocchi et al. (2014)
072
33
M = 11.21 ± 8.68
cliniquegemischt · Pathologie: Angststörungen · Italien · n = 154 · 2014 · Petrocchi et al. (2014)
072
33
M = 29.47 ± 16.55
cliniquegemischt · Pathologie: Panikstörung · Panikstörung · Italien · n = 54 · 2014 · Petrocchi et al. (2014)
Die Subskala Körperliche Bedenken des ASI-3 erfasst die Angst vor mit Angst assoziierten körperlichen Empfindungen (z. B. Herzklopfen, Kurzatmigkeit), basierend auf der Summe von 6 spezifischen Items.
Items3, 4, 7, 8, 12, 15
généralegemischt · Allgemeinbevölkerungsstichprobe · Italien · n = 629 · 2014 · Petrocchi et al. (2014)
024
13
M = 3.82 ± 4.02
généraleweiblich · Allgemeinbevölkerungsstichprobe · Italien · n = 359 · 2014 · Petrocchi et al. (2014)
024
13
M = 4.04 ± 4.19
généralemännlich · Allgemeinbevölkerungsstichprobe · Italien · n = 270 · 2014 · Petrocchi et al. (2014)
Der ASI-3 misst die Ausprägung der Angstsensitivität anhand von drei spezifischen Befürchtungsdimensionen, die aus der Fehlinterpretation von Erregungssymptomen resultieren.
Bedenken somatisch (BSM): Die Überzeugung, dass körperliche Symptome (z. B. Herzrasen, Atemnot) unmittelbar lebensbedrohliche medizinische Ereignisse wie einen Herzinfarkt verursachen.
Bedenken sozial (BSZ): Die Furcht vor der Stigmatisierung, Ablehnung oder Bloßstellung durch andere, wenn äußere Zeichen der Angst sichtbar werden.
Bedenken kognitiv (BKO): Die Sorge, dass kognitive Begleitsymptome (z. B. Konzentrationsschwierigkeiten) ein Zeichen für einen drohenden Kontrollverlust oder eine psychische Erkrankung sind.
Der Fragebogen richtet sich an Erwachsene und ist besonders indiziert bei Patienten mit Panikattacken oder starken Krankheitsängsten, bei denen Behandler Negative Gedanken überprüfen: eine strukturierte Übung fundiert anwenden möchten.
Wann und warum einsetzen
Der ASI-3 liefert entscheidende Informationen zur Fallkonzeption und Behandlungsplanung bei angstbezogenen Störungsbildern.
Diagnostische Einordnung: Erlaubt die Identifikation spezifischer Angstauslöser auf Symptomebene und zeigt präzise auf, welche körperlichen Sensationen für den Patienten am bedrohlichsten wirken.
Rückfallprävention: Ein persistierend hoher Wert trotz Remission der Panikattacken weist auf ein erhöhtes Rückfallrisiko hin und erfordert weitere psychotherapeutische Interventionen.
Ein validierter ASI-3-Wert geht über den bloßen klinischen Eindruck hinaus, da er verborgene Katastrophisierungen aufschlüsselt und Therapeuten dabei unterstützt, Grundüberzeugungen klären: eine strukturierte Übung für die Praxis gezielt in den Behandlungsplan zu integrieren.
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Kreuzen Sie bitte bei jeder Aussage die Zahl an, die am besten ausdrückt, wie sehr Sie ihr zustimmen. Falls eine Aussage sich auf etwas bezieht, das Sie noch nicht selbst erlebt haben (z. B. eine Ohnmacht in der Öffentlichkeit), antworten Sie so, wie Sie denken, dass Sie sich fühlen würden, wenn Sie eine solche Erfahrung machen würden. Ansonsten antworten Sie auf alle Aussagen gemäß Ihrer eigenen Erfahrung. Beantworten Sie alle Fragen.
1. Es ist mir wichtig, nicht nervös zu wirken.
Bewertet die Sorge um die äußere Wahrnehmbarkeit von Nervosität.
Sehr wenig
Ein wenig
Mäßig
Stark
Sehr stark
2. Wenn ich meine Gedanken nicht auf eine Aufgabe konzentrieren kann, mache ich mir Sorgen, verrückt zu werden.
Erfasst die katastrophisierende Bewertung von Konzentrationsstörungen.
Sehr wenig
Ein wenig
Mäßig
Stark
Sehr stark
3. Es macht mir Angst, wenn mein Herz schnell schlägt.
Fokussiert auf die Furcht vor kardialer Beschleunigung.
Sehr wenig
Ein wenig
Mäßig
Stark
Sehr stark
4. Wenn ich Magenschmerzen habe, mache ich mir Sorgen, schwer krank zu sein.
Untersucht krankheitsbezogene Ängste im Zusammenhang mit gastrointestinalen Beschwerden.
Sehr wenig
Ein wenig
Mäßig
Stark
Sehr stark
5. Es macht mir Angst, wenn ich meine Gedanken nicht auf eine Aufgabe konzentrieren kann.
Misst die allgemeine Bedrohlichkeit von Aufmerksamkeitsdefiziten.
Sehr wenig
Ein wenig
Mäßig
Stark
Sehr stark
6. Wenn ich in Anwesenheit anderer zittere, fürchte ich, was sie von mir denken könnten.
Bewertet die Sorge vor sozialer Abwertung durch sichtbares Zittern.
Sehr wenig
Ein wenig
Mäßig
Stark
Sehr stark
7. Wenn ich ein Engegefühl in der Brust habe, macht es mir Angst, nicht richtig atmen zu können.
Erfasst die Furcht vor einem Atemstillstand bei Thoraxenge.
Sehr wenig
Ein wenig
Mäßig
Stark
Sehr stark
8. Wenn ich einen Schmerz in der Brust spüre, mache ich mir Sorgen, einen Herzinfarkt zu erleiden.
Fokussiert auf die spezifische Angst vor einem Herzinfarkt bei Brustschmerzen.
Sehr wenig
Ein wenig
Mäßig
Stark
Sehr stark
9. Ich mache mir Sorgen, dass andere meine Angst bemerken könnten.
Untersucht die generelle Befürchtung, dass der eigene Angstzustand entlarvt wird.
Sehr wenig
Ein wenig
Mäßig
Stark
Sehr stark
10. Wenn ich mich benommen oder „neben der Spur“ fühle, mache ich mir Sorgen, an einer psychischen Krankheit zu leiden.
Bewertet die Angst vor psychischer Erkrankung bei dissoziativen Zuständen.
Sehr wenig
Ein wenig
Mäßig
Stark
Sehr stark
11. Es macht mir Angst, wenn ich vor anderen erröte.
Erfasst die Furcht vor sozialer Stigmatisierung durch Erröten.
Sehr wenig
Ein wenig
Mäßig
Stark
Sehr stark
12. Wenn ich bemerke, dass mein Herz einen Schlag aussetzt, mache ich mir Sorgen, ein ernstes Problem zu haben.
Fokussiert auf die Bedrohlichkeit von kardialen Extrasystolen.
Sehr wenig
Ein wenig
Mäßig
Stark
Sehr stark
13. Wenn ich in einer sozialen Situation anfange zu schwitzen, habe ich Angst, dass andere schlecht von mir denken könnten.
Untersucht die Angst vor negativer Beurteilung aufgrund von sichtbarem Schwitzen.
Sehr wenig
Ein wenig
Mäßig
Stark
Sehr stark
14. Wenn meine Gedanken zu rasen scheinen, mache ich mir Sorgen, verrückt zu werden.
Misst die Furcht vor Kontrollverlust bei beschleunigtem Denken.
Sehr wenig
Ein wenig
Mäßig
Stark
Sehr stark
15. Wenn sich mein Hals wie zugeschnürt anfühlt, mache ich mir Sorgen, dass ich ersticken und sterben könnte.
Erfasst die Erstickungsangst bei einem Globusgefühl.
Sehr wenig
Ein wenig
Mäßig
Stark
Sehr stark
16. Wenn es mir schwerfällt, klar zu denken, mache ich mir Sorgen, dass mit mir etwas nicht stimmt.
Bewertet die Besorgnis über kognitive Einschränkungen als Zeichen einer Störung.
Sehr wenig
Ein wenig
Mäßig
Stark
Sehr stark
17. Ich finde, es wäre für mich schrecklich, in der Öffentlichkeit in Ohnmacht zu fallen.
Untersucht die Furcht vor öffentlichem Kontrollverlust durch Synkopen.
Sehr wenig
Ein wenig
Mäßig
Stark
Sehr stark
18. Wenn mein Kopf leer wird, mache ich mir Sorgen, dass etwas Schreckliches mit mir nicht in Ordnung ist.
Misst die katastrophisierende Interpretation von Aussetzern oder mentaler Leere.
Sehr wenig
Ein wenig
Mäßig
Stark
Sehr stark
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