Die Amsterdam-Misophonie-Skala (A-MISO-S) ist ein in der klinischen Praxis und Forschung etabliertes Instrument, um die spezifische Symptombelastung durch…

Die Amsterdam-Misophonie-Skala (A-MISO-S) ist ein in der klinischen Praxis und Forschung etabliertes Instrument, um die spezifische Symptombelastung durch Misophonie reliabel zu erfassen. Angelehnt an die Struktur der Yale-Brown Obsessive Compulsive Scale (Y-BOCS), evaluiert der Fragebogen nicht primär die Art der akustischen Trigger, sondern die psychologische und verhaltensbezogene Reaktion der betroffenen Person auf diese Reize.
Das Verfahren richtet sich an erwachsene Patientinnen und Patienten, die unter einer starken emotionalen und physiologischen Übererregbarkeit durch spezifische Alltagsgeräusche leiden. Da die unwillkürliche autonome Reaktion bei Misophonie oft extrem belastend ist, erlaubt dieses Instrument, die phänomenologischen Kernaspekte wie Wut, Leidensdruck und das damit verbundene Vermeidungsverhalten präzise zu quantifizieren.
Für Kliniker bietet die A-MISO-S einen wiederholbaren Standard, um die Auswirkungen der Geräuschintoleranz auf den Alltag zu objektivieren. Sie unterstützt eine strukturierte Behandlungsplanung, bei der gezielte Interventionen greifen können, etwa wenn Patienten lernen, aufbrausende Ärger- und Wutreaktionen funktional zu reflektieren oder eine rasche physiologische Entspannungsreaktion abzurufen.
Fiktives Ergebnis, aus einem Beispielsatz von Antworten berechnet.
Lassen Sie Ihre Patient:innen diesen Test ausfüllen
Mit einem Klick zuweisen: Ihre Patient:innen antworten am Telefon, Sie erhalten den Wert und seine Auswertung.
Die A-MISO-S erfasst die Schwere und die funktionellen Auswirkungen der misophonischen Symptomatik anhand von sechs zentralen klinischen Dimensionen.
Die Skala eignet sich primär für erwachsene Personen, die wegen einer vermuteten oder bestätigten Misophonie klinische Unterstützung suchen.
Das Instrument wird in verschiedenen Phasen der Behandlung eingesetzt, um das klinische Bild der Misophonie von anderen Geräuschintoleranzen oder emotionalen Dysregulationen abzugrenzen und den Verlauf zu überwachen.
Ein strukturierter, validierter Wert ergänzt den reinen klinischen Eindruck, indem er die Wirksamkeit der therapeutischen Bemühungen präzise abbildet und aufzeigt, ob etwa durch verbesserte Frustrationstoleranz die Beeinträchtigung messbar sinkt.
Eine Bibliothek, die mit und für Klinikerinnen und Kliniker entwickelt wurde, bereit für den Einsatz in der Sitzung und zur Fortführung zwischen den Terminen.
Auf alle Werkzeuge zugreifenDie Merkblätter, Übungen, Programme und Audios oben: Sie entscheiden, welche Sie Ihren Patienten in der eigens für sie bestimmten mobilen App zur Verfügung stellen.
Die App geht weit über die Ressourcen hinaus, um Ihre Patienten im Alltag zu begleiten:
Entdecken Sie weitere klinische Ressourcen nach Kategorie.

Angststörungen in der Therapie: klinische Arbeitsblätter, Psychoedukation & KVT-Ressourcen für Psychotherapeuten. Exposition, Fallkonzeption, Assertivität.

Emotionsregulation in der Psychotherapie: Klinischer Überblick, Strategien und druckfertige Materialien für Therapeuten. Transdiagnostisch einsetzbar.

Klinische Ressourcen zu somatischer Gesundheit: Arbeitsblätter, Psychoedukation und Übungen für Therapeuten bei somatoformen Störungen und funktionellen Beschwerden.

Trauma und PTBS in der Praxis: klinische Materialien, Psychoedukation und Übungen für Therapeutinnen und Therapeuten zur evidenzbasierten Behandlung.

Affektive Störungen in der klinischen Praxis: Diagnostik, Differenzialdiagnose, Therapieverfahren und Einsatz psychoedukativer Materialien für Fachkräfte.

Selbstidentität in der Psychotherapie: Klinische Ressourcen, Diagnosehilfen und Übungsmaterialien für die therapeutische Arbeit am Selbstkonzept.