Skala zur Allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung

Die Skala zur Allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung (SWE) ist eines der weltweit am häufigsten eingesetzten Instrumente zur Erfassung des Vertrauens in…

Skala zur Allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung
Fragen
10
Dauer
4 Min.
Originaltitel
GSE — General Self-Efficacy Scale
Adaptation
Skala zur Allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung
Autoren
Schwarzer, R. & Jerusalem, M.
Erstellt
1995

Die Skala zur Allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung (SWE) ist eines der weltweit am häufigsten eingesetzten Instrumente zur Erfassung des Vertrauens in die eigene Problemlösefähigkeit. Das von Schwarzer und Jerusalem entwickelte Verfahren misst eine zentrale personale Ressource: die subjektive Überzeugung, auch unvorhergesehene oder schwierige Situationen durch eigenes Handeln erfolgreich bewältigen zu können. Diese globale Kompetenzerwartung ist ein starker Prädiktor für Resilienz, aktive Stressbewältigung und die psychische Gesundheit insgesamt.

Für Kliniker und Therapeuten bietet die SWE eine zeitökonomische und reliable Möglichkeit, die Widerstandsfähigkeit von Patientinnen und Patienten zu evaluieren. Wenn Betroffene lernen, katastrophisierende Gedanken zu prüfen oder neue Verhaltensziele umzusetzen, bildet eine ausreichende Selbstwirksamkeitserwartung oft das psychologische Fundament.

Da das Konstrukt eng mit der Therapiemotivation und dem Umgang mit Rückschlägen verknüpft ist, eignet sich die Skala ideal als Verlaufsmaß. Ein regelmäßiges Monitoring hilft, therapeutische Fortschritte sichtbar zu machen und gezielt dort anzusetzen, wo Patienten bei nachlassendem Antrieb ihre Ressourcen wiederfinden müssen.

Beispielergebnis

Fiktives Ergebnis, aus einem Beispielsatz von Antworten berechnet.

Gesamtwert
23/ 40
Ein 10-Item-Selbstbeurteilungsfragebogen zur Erfassung der stabilen und allgemeinen Überzeugung einer Person hinsichtlich ihrer Fähigkeit, ein breites Spektrum schwieriger, neuartiger oder belastender Alltagssituationen zu bewältigen. Entwickelt von Schwarzer und Jerusalem auf Grundlage der sozial-kognitiven Theorie von Bandura, misst er ein eindimensionales Konstrukt der wahrgenommenen Selbstwirksamkeit. Einsetzbar ab 12 Jahren sowohl in der Forschung als auch in der klinischen Praxis, ist er sensitiv gegenüber den Effekten psychotherapeutischer Interventionen.
généralegemischt · Bevölkerungsstichprobe · aggregierte internationale Stichprobe (25 Länder) · n = 19120 · 2002 · Scholz et al. (2002)
1040
23
M = 29.55 ± 5.32
généralegemischt · Bevölkerungsstichprobe · französische Stichprobe (Standardabweichung nicht nach Ländern veröffentlicht) · Frankreich · n = 144 · 2002 · Scholz et al. (2002)
1040
23
M = 32.19
généralegemischt · Bevölkerungsstichprobe · US-amerikanische Erwachsene · Vereinigte Staaten · n = 1594 · 2014 · Schwarzer (2014)
1040
23
M = 29.48 ± 5.13
généralegemischt · Schüler · deutsche Schüler weiterführender Schulen · 12–17 Jahre · Deutschland · n = 3494 · 2014 · Schwarzer (2014)
1040
23
M = 29.6 ± 4
Auswertung
Summe, Gesamtwert von 10 bis 40, jedes Item wird auf einer 4-stufigen Skala (von 1 bis 4) bewertet.

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Was der Test misst

Die SWE erfasst die optimistische Selbstüberzeugung, anspruchsvolle Aufgaben und Lebenskrisen durch eigene Kompetenz bewältigen zu können. Die Items spiegeln verschiedene Facetten der proaktiven Lebensbewältigung wider, die besonders relevant werden, wenn Patienten sich von ständiger Rückversicherungssuche in der Angsttherapie lösen sollen:

  • Hindernisbewältigung: Die Fähigkeit, Widerstände zu überwinden und sich durchzusetzen.
  • Problemlösung: Das Vertrauen, für unerwartete oder komplexe Herausforderungen eigene Lösungen zu finden.
  • Zielverwirklichung: Die Beharrlichkeit, Absichten und Ziele auch bei widrigen Umständen aufrechtzuerhalten.
  • Emotionsregulation: Die gefühlte Handlungssicherheit und innere Ruhe angesichts von plötzlichen Veränderungen.

Die Skala eignet sich für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene in nahezu allen psychologischen und klinischen Settings.

Wann und warum einsetzen

Der Einsatz der SWE empfiehlt sich in der psychotherapeutischen Praxis immer dann, wenn die Stärkung persönlicher Ressourcen und der Aufbau von Bewältigungskompetenzen im Vordergrund stehen.

Ein validierter Summenscore bietet hierbei eine objektivere Einschätzung der Patientenressourcen als der rein klinische Eindruck und liefert einen dimensionalen Indikator für die therapeutische Prognose.

Klinische Bibliothek

750+ klinische Werkzeuge

Eine Bibliothek, die mit und für Klinikerinnen und Kliniker entwickelt wurde, bereit für den Einsatz in der Sitzung und zur Fortführung zwischen den Terminen.

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Mehrere Arten von Ressourcen
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Auf einen Blick verstehen
Interaktive Übungen
Zum Durchführen und Ausfüllen
Interaktive Programme
Ein strukturierter Weg
Audios
Meditation und Entspannung
Psychometrische Tests
Automatische Auswertung

Die Fragen

  1. Lesen Sie jede Aussage aufmerksam durch und geben Sie an, inwieweit diese auf Sie zutrifft.
    1. Ich kann meine Probleme immer lösen, wenn ich mich nur genug anstrenge.
    Dieser Punkt bewertet die Hartnäckigkeit und den Erfindungsreichtum beim Überwinden von Hindernissen.
    • Gar nicht wahr
    • Kaum wahr
    • Mäßig wahr
    • Vollkommen wahr
  2. 2. Wenn sich mir jemand widersetzt, finde ich Mittel und Wege, das zu bekommen, was ich will.
    Dieser Punkt erfasst das Vertrauen in die Effektivität eigener Anstrengungen bei komplexen Herausforderungen.
    • Gar nicht wahr
    • Kaum wahr
    • Mäßig wahr
    • Vollkommen wahr
  3. 3. Es fällt mir leicht, bei meinen Absichten zu bleiben und meine Ziele zu verwirklichen.
    Dieser Punkt fokussiert sich auf die Zielstrebigkeit und die Umsetzungsstärke der Person.
    • Gar nicht wahr
    • Kaum wahr
    • Mäßig wahr
    • Vollkommen wahr
  4. 4. Ich bin zuversichtlich, mit unerwarteten Ereignissen wirksam umgehen zu können.
    Dieser Punkt untersucht die gefühlte Handlungssicherheit angesichts von plötzlichen Veränderungen.
    • Gar nicht wahr
    • Kaum wahr
    • Mäßig wahr
    • Vollkommen wahr
  5. 5. Dank meines Einfallsreichtums weiß ich mir in unvorhergesehenen Situationen immer zu helfen.
    Dieser Punkt misst das grundlegende Selbstvertrauen im Umgang mit unvorhersehbaren Belastungen.
    • Gar nicht wahr
    • Kaum wahr
    • Mäßig wahr
    • Vollkommen wahr
  6. 6. Ich kann die meisten Probleme lösen, wenn ich mich entsprechend anstrenge.
    Dieser Punkt beleuchtet die stresspuffernde Wirkung des Vertrauens in die eigenen Kompetenzen.
    • Gar nicht wahr
    • Kaum wahr
    • Mäßig wahr
    • Vollkommen wahr
  7. 7. Ich kann auch bei Schwierigkeiten ruhig bleiben, weil ich auf meine Bewältigungsfähigkeiten vertrauen kann.
    Dieser Punkt spiegelt eine generalisierte, optimistische Haltung gegenüber der Zukunft und möglichen Krisen wider.
    • Gar nicht wahr
    • Kaum wahr
    • Mäßig wahr
    • Vollkommen wahr
  8. 8. Wenn ich mit einem Problem konfrontiert werde, fallen mir normalerweise mehrere Lösungen ein.
    Dieser Punkt bewertet den generellen Glauben an die eigene Problemlösungskapazität.
    • Gar nicht wahr
    • Kaum wahr
    • Mäßig wahr
    • Vollkommen wahr
  9. 9. Wenn ich in der Klemme stecke, fällt mir für gewöhnlich ein, was ich tun kann.
    Dieser Punkt erfasst die Anpassungsfähigkeit und das Bewältigungsvertrauen bei Neuartigkeit.
    • Gar nicht wahr
    • Kaum wahr
    • Mäßig wahr
    • Vollkommen wahr
  10. 10. Was auch immer geschieht, ich komme damit im Allgemeinen zurecht.
    Dieser Punkt misst die innere Kontrollüberzeugung und die Unabhängigkeit bei der Problembewältigung.
    • Gar nicht wahr
    • Kaum wahr
    • Mäßig wahr
    • Vollkommen wahr
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